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In regelmäßigen Abständen besuchen wir Freunde aus der Musikszene. Ob Deejay, Musiker oder Produzent, wir stellen euch die Künstler vor.

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Bingo Players

Bingo Players

Ursprünglich wurde die niederländische Dance- und Electro-House-Formation Bingo Players von den beiden DJs und Produzenten Maarten Hoogstraten und Paul Bäumer gegründet.Das Projekt startete mit mehreren Veröffentlichungen für das Label Techtone und konnte im Jahr 2008 seinen ersten nationalen Erfolg mit der Single „Touch me“ in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Duo Chocolate Puma feiern.

The Dutch dance and electro-house group Bingo Players was originally founded by the two DJs and producers Maarten Hoogstraten and Paul Bäumer. The project began with several releases on the Techtone label and celebrated its first national success in 2008 with the single “Touch Me,” in collaboration with the Dutch duo Chocolate Puma. 

DEUTSCHE VERSION

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Die darauffolgende Single „Chop“ konnte sich ebenfalls erfolgreich durchsetzen und sich in den niederländischen Top-100-Charts platzieren. Gerade die Mischung aus Electro House und Big-Room-Sounds wurde schnell charakteristisch für die Beiden und so erlangten Sie schnell zu Popularität in der EDM-Szene.
Die Veröffentlichung „Cry (Just a Little)“ ist eine der bedeutendsten Hits der Bingo Players, gefolgt von der weltweiten Club-Hymne „Rattle“, die im Jahr 2012 als „Get Up (Rattle)“ mit Far East Movement zu einem riesigen Erfolg wurde.
Im Jahr 2010 gründeten Maarten und Paul ihr eigenes Label Hysteria und produzierten ab 2011 mit vielen namhaften Künstlern und Größen der Musikszene. So gab es Zusammenarbeiten mit DJ Nick Romero, Pittbull, Ne-Yo, Nayer und Afrojack.
Leider verstarb Paul Bäumer im Dezember 2013 an Folgen einer Krebserkrankung, die im Juli 2013 diagnostiziert worden war. Maarten beschloss nach dem Tod seines Kollegen, das Projekt als Solokünstler weiterzuführen und so auch Pauls Wunsch nachzukommen. Mit der Weiterführung des Projektes lebt die gemeinsame Vision weiter und das Vermächtnis an Paul wird in Ehren gehalten.
Im Juli 2014 wurde dann die letzte gemeinsame Produktion mit dem Titel  „Knock You Out“veröffentlicht. Diese Single platzierte sich nicht nur in den offiziellen Single-Charts er Niederlande, sondern fand auch einen Platz in den US Dance-Charts, da der Produzent/DJ Hardwell mit einer Remix-Version des Tracks für Aufmerksamkeit sorgte.
In den darauffolgenden Jahren gab es noch zahlreiche, erfolgreiche Veröffentlichungen, die oft in Zusammenarbeit mit anderen Musikern/Künstlern entstanden sind. So konnte Maarten im Laufe der Jahre den Sound von Bingo Players weiterentwickeln in Richtung Disco, Vocal House und poplastigen Dance. Zudem ist er als DJ auf diversen Festivals und in der Clubszene unterwegs.
Maarten schafft es mit seinem Projekt nostalgische EDM-Energie mit modernen Dance-Stilen zu kombinieren. Der Erfolg zeigt, dass gerade dieser Stil bei der globalen Dance-/Electro-Community gut ankommt.


Hallo Maarten, Hallo Rutger,ich freue mich, dass wir in Form von einem Interview zusammenarbeiten. Durch meine Recherche durfte ich schon einiges interessantes über Bingo Players erfahren und doch sind jetzt noch ganz viele Fragen entstanden, wo ich mich jetzt auf eure Antworten freue.

Maarten, kannst du mal berichten, wie du damals Paul kennengelernt hast? Wo seid ihr euch begegnet? Wann wurde die Idee des gemeinsamen Projektes „Bingo Players“ entwickelt? Welche Hürden musstet ihr am Anfang meistern, um euer gemeinsames Projekt zu starten?
Ich habe Paul eigentlich kennengelernt, weil ich in der Mittelstufe in derselben Klasse war wie sein jüngerer Bruder Rutger. Eines Tages, als ich zu ihnen nach Hause kam, sah ich Paul hinter seinem Amiga, wie er mit ProTracker Musik machte – ein Programm, das ich ebenfalls kannte. Wir fingen an, gemeinsam Musik zu produzieren, auch mit Rutger, einfach nur zum Spaß.
Paul zog jedoch aus beruflichen Gründen nach Amsterdam, und als er einige Jahre später zurückkehrte, fingen wir wieder an zu produzieren, diesmal mit einem klaren Fokus auf Clubmusik. Im Jahr 2006 starteten wir das Projekt „Bingo Players“, nachdem wir ein paar Demo-Tracks aufgenommen hatten.
Die größte Hürde damals war es, ein Label dazu zu bringen, sich unsere Musik anzuhören. Musik einzureichen oder zu promoten war nicht so einfach wie heute mit Social Media, SoundCloud und ähnlichen Plattformen. Man musste sie direkt an Labels schicken, oft noch auf CDs.

Gerade die Anfänge sind oft sehr schwierig und es braucht Hartnäckigkeit, Fleiß, Eifer, aber auch Geduld, Durchhaltevermögen, … damit so ein Projekt wachsen kann. Gab es in den Anfängen Menschen, die euch unterstützt haben mit Ideen oder Kontakten, die euch weitergeholfen haben? Hattet ihr so etwas wie einen Mentor, der euch ein Stück eures musikalischen Weges begleitet hat?

Wir hatten Chocolate Puma, die so freundlich waren, bei unserem ersten Track mit uns zusammenzuarbeiten, was uns half, von einem größeren Publikum wahrgenommen zu werden. Bart B More produzierte den Remix, der uns richtig bekannt machte. Er leitete auch ein Label und schaffte es, dass einer unserer Tracks von Diplo geremixt wurde, was uns ebenfalls einen großen Schub gab. Ich bin auch dankbar für Leute wie Eric Fender, der uns unserer ersten Booking-Agentur, 1Management, vorgestellt hat, und von da an ging es richtig los. Jorn Heringa, der damals A&R bei Spinnin Records war, war ebenfalls sehr hilfreich, indem er uns seine Meinung und sein Feedback zu unserer Musik gab.

Im Jahr 2008 konntet ihr mit der Single „Touch me“ euren ersten nationalen Erfolg erzielen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Moment etwas ganz Besonderes und unvergessen sein wird. Maarten kannst du kurz berichten, wie du diesen Moment erlebt hast? Wie hast du diesen Erfolg realisiert und auch für dich genießen können?
Es war eine Zeit, in der Beatport für Künstler eine große Rolle spielte. Wenn man es in die Top 10 schaffte, konnte man sicher sein, dass Auftritte folgen würden. Ich erinnere mich, dass Paul und ich jeden Morgen nachgesehen haben, ob wir in den Charts weiter nach oben geklettert waren. Als der Track die Top 3 erreichte, waren wir überglücklich.
Danach landeten wir noch viele weitere Top-5-Hits in diesen Charts, und es kamen Auftrittsangebote aus aller Welt herein. Das alles kam mir sehr unwirklich vor.

Nicht nur schöne Momente durftet ihr erleben. Auch ein schwerer Schicksalsschlag hat euren musikalischen Weg geprägt. Leider ist dein Partner Paul Ende 2013 auf tragische Weise verstorben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sich so eine Situation anfühlt und man erstmal nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll. Wie bist du mit dieser Situation umgegangen? Was hat dir geholfen diesen Verlust zu verarbeiten und wieder durchzustarten? Kannst du aus dieser negativen Erfahrung auch etwas Positives für dein weiteres Leben mitnehmen?
Es war eine sehr bittersüße Zeit, als er krank wurde. Wir standen auf dem Höhepunkt unserer Karriere, und dann kam plötzlich diese Nachricht. Paul wollte, dass ich weiter auf Tour gehe und die Auftritte mache, während er zu Hause blieb.
Ich erlebte all den Erfolg, für den wir gearbeitet hatten: große Shows, riesige Menschenmengen, all die Festivals und Clubs, von denen wir immer geträumt hatten, dort aufzutreten, sogar eine Bus-Tour durch Nordamerika – während er nicht dabei sein konnte, um irgendetwas davon selbst zu erleben. Wir blieben in Kontakt, aber es fühlte sich alles so seltsam an.
Nachdem er gestorben war, nahm ich mir ein paar Monate frei. Bevor er starb, sagte er mir, ich solle mit den Bingo Players weitermachen. Das habe ich dann auch getan, aber natürlich war es ohne ihn nie mehr dasselbe.
Aus einer solchen Situation lässt sich nichts wirklich Positives ableiten, aber sie hat mich gelehrt, die kleinen Dinge im Leben mehr zu schätzen. Ich weiß, das klingt klischeehaft, aber ich erinnere mich ständig daran, dass ich, selbst wenn schlimme Dinge passieren, unglaublich viel Glück habe, gesund zu sein und genießen zu können, was das Leben zu bieten hat.

Zur Erinnerung an Paul und auch auf dessen Wunsch hast du das Projekt Bingo Players als Solo-Künstler weitergeführt. Ich finde das eine herausragende Leistung und diese zeigt, wieviel Kraft und Energie in dir steckt, um deinen Weg zu gehen. Mir stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob Paul in deinen Produktionen und Auftritten gedanklich immer dabei ist? Gibt es irgendein Ritual oder eine Aktion, die du immer wieder miteinfließen lässt, damit Paul unvergessen bleibt?
Ja, auf jeden Fall. Sowohl beim Musikproduzieren als auch beim Auflegen gibt es immer eine kleine Stimme in meinem Kopf, die wie Paul klingt und sagt: „Den Song würde ich jetzt nicht wählen.“ „Bist du dir sicher?“ oder „Das ist großartig!“ Haha.
Wenn ich auflege, denke ich oft an einige der Diskussionen, die wir früher während unserer Sets geführt haben – auf positive Weise. Wir haben immer versucht, das beste Set des Abends zu spielen, und ich versuche immer noch, diese Einstellung beizubehalten.

Doch nicht nur im Studio bist du erfolgreich, sondern auch als Live-Act auf verschiedenen Festivals und in diversen Clubs. Gibt es ein Event, was für dich nochmal deinen Erfolg unterstreicht? Wo du sagst, ich bin stolz darauf, dass ich es geschafft habe hier aufzulegen? Gibt es ein Event, wo es dein größter Wunsch wäre, mal dabei sein zu dürfen?
Ich glaube, einer unserer größten Erfolge war unser Auftritt auf der Hauptbühne beim Ultra Music Festival 2013. Wir waren schon Jahre zuvor als Touristen dort gewesen, und Paul sagte zu mir: „Siehst du diese Bühne? Eines Tages werden wir dort spielen.“ Nach Jahren harter Arbeit standen wir dann selbst dort. Es war magisch und fühlte sich wie eine riesige Errungenschaft an.
Auch der Auftritt beim Coachella im selben Jahr war einfach unglaublich.
Es gibt einen Veranstaltungsort, an dem ich wirklich gerne auftreten würde, wenn ich jemals die Gelegenheit dazu bekomme, und das ist das Red Rocks Amphitheatre in der Nähe von Denver. Dieser Ort sieht unglaublich aus.

Schon von Beginn an habt ihr ja mit vielen namhaften, erfolgreichen Künstlern gearbeitet, da diese euer Potenzial erkannt und gesehen haben. Mit welchem Musiker hast du besonders gerne zusammengearbeitet und warum? Gibt es von deiner Seite noch Wünsche, mit wem du gerne etwas zusammen machen würdest musikalisch gesehen?
Wie ich bereits erwähnt habe, hat die Zusammenarbeit mit Chocolate Puma riesigen Spaß gemacht. Die Jungs haben so viel Erfahrung, und wir haben großen Respekt vor ihnen. Ich habe ihre Tracks schon als Teenager gehört, als ich mich gerade für Dance-Musik zu begeistern begann, daher war es einfach unglaublich, mit ihnen im Studio zu sein.
Wir haben auch an ein paar Sachen mit Stargate gearbeitet, dem berühmten Songwriter-Produzenten-Duo, das hinter unzähligen Riesenerfolgen steht. Paul und ich haben schon darüber gesprochen, als wir gerade mit den Bingo Players angefangen haben, wie gut diese Jungs sind. Mit ihnen in einem Studio in Los Angeles zu landen, war definitiv einer dieser Höhepunkte.

Der musikalische Stil der Bingo Players hat sich im Laufe der Zeit verändert und ist sozusagen zu einem Markenzeichen geworden. Gibt es denn auch persönlich (also nicht nur beruflich) eine Veränderung/Entwicklung bei dir, für die du sehr dankbar bist und die dir hilft deinen Weg weiter zu gehen?
Vater zu werden hat meine Sicht auf das Leben und meine Arbeit als DJ definitiv verändert. Bevor meine Kinder geboren wurden, konnte ich problemlos wochen- oder sogar monatelang von zu Hause weg sein. Das hat sich mit ihrer Ankunft komplett geändert.
Mir ist viel bewusster geworden, wie wertvoll die Zeit zu Hause wirklich ist, und ich bin dankbar, dass ich mich dafür entschieden habe, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen und dabei zu sein, um sie aufwachsen zu sehen.

Rutger, du bist ja mein Ansprechpartner bei dem Label Hysteria für das Interview. In welcher Beziehung standst du zu Paul? Welche Aufgabe übernimmst du bei dem Label und in der Zusammenarbeit mit Maarten? Wie unterstützt du Maarten bei seiner Arbeit?
Ich war Pauls Bruder und bin Label- und A&R-Manager bei Hysteria, dem von Maarten und Paul gegründeten Label. Maarten und ich sind seit der Mittelschule befreundet, und abgesehen davon, dass wir das Label gemeinsam leiten, unterstütze ich ihn, indem ich ihm Feedback gebe, wann immer er Input oder eine zweite Meinung braucht.

Da ihr beruflich sicherlich viel Zeit miteinander verbringt, kennst du (Rutger) Maarten wahrscheinlich sehr gut und kannst ihn in vielen Situationen/Momenten richtig einschätzen. Kannst du mal berichten, welche (Charakter-) Eigenschaften du an Maarten besonders schätzt und warum?
Was ich an Maarten besonders schätze, sind seine Loyalität, seine Ehrlichkeit und sein Engagement. Er bleibt sich selbst stets treu, arbeitet unglaublich hart für alles, was er erreicht hat, und egal in welcher Situation – man weiß bei ihm immer genau, woran man ist.

Die letzte Frage ist nochmal an euch beide gerichtet. Was wünscht ihr euch für eure Zukunft in Bezug auf das Projekt Bingo Players, aber auch auf persönlicher/privater Ebene? 

Welche Ziele würdet ihr gerne noch erreichen und welchen Traum würdet ihr euch gerne erfüllen?
Ich werde weiterhin mit den Bingo Players Musik machen und Konzerte geben, solange ich kann, und gleichzeitig gemeinsam mit Rutger Hysteria Records weiter ausbauen. Die Branche scheint sich jeden Monat zu verändern, was die Sache definitiv herausfordernd macht, aber wir machen einfach weiter.
Mit den Bingo Players kann ich ehrlich sagen, dass viele meiner Träume bereits wahr geworden sind, und dafür bin ich extrem dankbar. Mal sehen, was die Zukunft für mich bereithält. Natürlich wäre es toll, eines Tages noch einen großen Hit zu landen und zu sehen, wohin mich das dann führt.


ENGLISH VERSION
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The follow-up single “Chop” was also a hit and made it into the Dutch Top 100 charts. Their unique blend of electro house and big-room sounds quickly became their trademark, and they rapidly gained popularity in the EDM scene.
The release “Cry (Just a Little)” is one of the Bingo Players’ most significant hits, followed by the global club anthem “Rattle,” which became a massive hit in 2012 as “Get Up (Rattle)” featuring Far East Movement.
In 2010, Maarten and Paul founded their own label, Hysteria, and beginning in 2011, they produced tracks with many renowned artists and big names in the music scene. This included collaborations with DJ Nick Romero, Pitbull, Ne-Yo, Nayer, and Afrojack.
Sadly, Paul Bäumer passed away in December 2013 from complications of cancer, which had been diagnosed in July 2013. After his colleague’s death, Maarten decided to continue the project as a solo artist, thereby fulfilling Paul’s wish. By continuing the project, their shared vision lives on, and Paul’s legacy is honored.
In July 2014, the last joint production, titled "Knock You Out", was released. This single not only charted on the official singles charts in the Netherlands but also made its way onto the US dance charts, as producer/DJ Hardwell drew attention with a remix version of the track.
In the years that followed, there were numerous successful releases, many of which were created in collaboration with other musicians and artists. Over the years, Maarten has been able to further develop the sound of Bingo Players toward disco, vocal house, and pop-influenced dance. He also performs as a DJ at various festivals and in the club scene.
With his project, Maarten manages to combine nostalgic EDM energy with modern dance styles. Its success shows that this particular style is well-received by the global dance/electro community.

Hello Maarten, Hello Rutger,
I’m excited that we’re collaborating on this interview. Through my research, I’ve already learned quite a bit about the Bingo Players, but I still have a lot of questions, and I’m looking forward to your answers.


Maarten, can you tell us how you met Paul back then? Where did you meet? When did the idea for the joint project “Bingo Players” come about? What hurdles did you have to overcome in the beginning to get your joint project off the ground?

I actually met Paul because, during middle school, I was in the same class as his younger brother, Rutger. One day, when I went over to their house, I saw Paul behind his Amiga making music with ProTracker, which I was also familiar with. We started producing music together, with Rutger as well, just for fun.
However, Paul moved to Amsterdam for work, and when he returned several years later, we started producing again, this time with a clear focus on club music. In 2006, we launched the Bingo Players project after making a couple of demo tracks.
The biggest hurdle back then was getting your music heard by a label. Submitting or promoting music wasn’t as easy as it is nowadays with social media, SoundCloud, and similar platforms. You had to send it directly to labels, often still on CDs.

The early days are often very difficult, and it takes tenacity, hard work, and enthusiasm, but also patience and perseverance… for a project like this to grow. Were there people in the beginning who supported you with ideas or contacts that helped you along the way? Did you have something like a mentor who accompanied you on part of your musical journey?
We had Chocolate Puma, who were kind enough to collaborate with us on our first track, which helped us get noticed by a bigger audience. Bart B More made the remix that really took off. He also ran a label and managed to get one of our tracks remixed by Diplo, which also gave us a big boost. I’m also thankful for people like Eric Fender,  who introduced us to our first booking agency, 1Management, and things took off from there. Jorn Heringa, who was the A&R at Spinnin Records at the time, was also very helpful by giving his opinion and feedback on our music.

In 2008, you achieved your first national success with the single “Touch Me.” I can well imagine that this moment was something very special and unforgettable. Maarten, can you briefly describe how you experienced that moment? How did you come to realize this success and also enjoy it for yourself?
It was a time when Beatport was very important for artists. If you climbed into the Top 10, you could be sure bookings would follow. I remember Paul and I checking every morning to see if we had moved up the charts. Once the track reached the Top 3, we were over the moon.
After that, we scored many more Top 5 hits on those charts, and bookings started coming in from all over the world. It all felt very surreal.

You haven’t only experienced beautiful moments. A severe blow of fate has also shaped your musical journey. Unfortunately, your partner Paul passed away tragically at the end of 2013. I know from my own experience how such a situation feels and how, at first, you don’t know how to move forward. How did you cope with this situation? What helped you process this loss and get back on your feet? Can you take anything positive from this negative experience for the rest of your life?
It was a very bittersweet time when he got sick. We were at the height of our career, and then suddenly that news came. Paul wanted me to keep touring and continue doing the shows while he stayed at home.
I was experiencing all the success we had worked for: big shows, huge crowds, all the festivals and clubs we had always dreamed of playing, even a North American bus tour, while he couldn’t be there to experience any of it himself. We stayed in touch, but it all felt so strange.
After he passed away, I took a few months off. Before he died, he told me that I should continue Bingo Players. So that’s what I did, but of course it never felt the same without him.
There’s nothing truly positive that comes out of a situation like that, but it did teach me to appreciate the small things in life more. I know that sounds cliché, but I constantly remind myself that even when bad things happen, I’m incredibly lucky to be healthy and able to enjoy what life has to offer.


In memory of Paul and also at his request, you continued the Bingo Players project as a solo artist. I think that’s an outstanding achievement, and it shows just how much strength and energy you have to forge your own path. This makes me wonder: is Paul always with you in spirit during your productions and performances? Is there any ritual or action you consistently incorporate to ensure Paul remains unforgotten?
Yes, for sure. Both when I’m producing music and when I’m DJing, there’s always a little voice in my head that sounds like Paul saying, “I wouldn’t choose that song now.” “Are you sure?” or “That’s great!” haha.
When I’m playing, I often think about some of the discussions we used to have during our sets, in a positive way. We always tried to play the best set of the night, and I still try to keep that mindset.

But you’re not just successful in the studio—you’re also a hit as a live act at various festivals and in different clubs. Is there an event that really underscores your success? Where you’d say, “I’m proud that I managed to DJ here”? Is there an event where your greatest wish would be to be able to perform?

I think one of our biggest accomplishments was performing on the Main Stage at Ultra Music Festival in 2013. We had gone there as tourists years earlier, and Paul said to me, “See that stage? One day we’ll be playing there.” After years of hard work, we were standing there ourselves. It was magical and felt like a huge accomplishment.
Also, playing Coachella that same year was unreal.
There’s one venue I’d really love to perform at if I ever get the chance, and that is Red Rocks Amphitheatre near Denver. That place looks incredible.

Right from the start, you’ve worked with many well-known, successful artists, as they recognized and saw your potential. Which musician have you particularly enjoyed collaborating with, and why? Are there still any musicians you’d like to work with musically?
As I mentioned, working with Chocolate Puma was a lot of fun. Those guys have so much experience, and we have a great deal of respect for them. I was listening to their tracks while growing up, when I was first getting into dance music, so being in the studio with them was amazing.
We also worked on a few things with Stargate, the famous writer-producer duo behind countless huge hits. It was something Paul and I used to talk about when we had just started Bingo Players, how good those guys were. Ending up in a studio with them in Los Angeles was definitely one of those highlight moments.


The musical style of the Bingo Players has evolved over time and has, so to speak, become a trademark. Is there also a personal (i.e., not just professional) change or development in your life that you’re very grateful for and that helps you continue on your path?

Becoming a father has definitely changed my perspective on life and on working as a DJ. Before my kids were born, I could easily be away from home for weeks or even months at a time. That completely changed once they arrived.
I became much more aware of how valuable time at home really is, and I’m grateful that I chose to spend more time with them and be there to watch them grow up.

Rutger, you’re my contact at the Hysteria label for this interview. What was your relationship with Paul? What role do you play at the label and in your collaboration with Maarten? How do you support Maarten in his work?
I was Paul’s brother, and I’m the Label & A&R Manager of Hysteria, the label founded by Maarten and Paul. Maarten and I have been friends since middle school, and besides running the label together, I support him by giving feedback whenever he wants input or a second opinion.


Since you certainly spend a lot of time together professionally, you (Rutger) probably know Maarten very well and can accurately assess him in many situations and moments. Can you tell us which (character) traits you particularly appreciate in Maarten and why?
What I particularly appreciate about Maarten is his loyalty, honesty, and dedication. He always stays true to himself, works incredibly hard for everything he has achieved, and no matter the situation, you always know exactly where you stand with him.

The last question is directed at both of you again. What are your hopes for the future regarding the Bingo Players project, but also on a personal/private level? What goals would you still like to achieve, and what dream would you like to fulfill?
I’ll continue with Bingo Players, making music and playing shows for as long as I can, while also continuing to grow Hysteria Records with Rutger. The industry seems to change every month, so it definitely keeps things challenging, but we just keep going.
With Bingo Players, I can honestly say that many of my dreams have already come true, so I’m extremely grateful for that. We’ll see what comes my way in the future. Of course, it would be great to have another huge hit someday and see where that takes me then.


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